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Bernhard Hollenbeck

Neu:

Bernhard Hollenbeck: Die Geschichte vom kleinen Kobold

Mit Illustrationen von Barbara Leiße.
ISBN 978-3-89979-101-3;   13,50 Euro

“Ein kleiner Kobold, ein phantastisches Wesen, steht im Mittelpunkt des Geschehens. Aber es ist keine phantastische Geschichte, die der Autor erzählt, sondern eine einfühlsam sich entfaltende Integrationsgeschichte mit vielfältigen aktuellen Bezügen. Der kleine Junge aus Kurdistan, auf rätselhafte Weise in einer Kiste in das Rathaus einer deutschen Stadt gelangt, verschreckt, unerkannt die dort tätigen Menschen durch seine nächtlichen Aktivitäten. Schon glaubt man an unheimliche Vorgänge, bis der Hausmeister den kleinen Jungen aus Fleisch und Blut entdeckt. Der Kobold ist ein hilfsbedürftiges Kind, das seine Asyl suchenden Eltern verloren hat. Das scheinbar Phantastische entpuppt sich als ein ungelöstes, ganz realistisches Problem. Mit viel Umsicht und Verständnis gelingt die Wiederzusammenführung der Familie mit der Aussicht auf Gewährung des erbetenen Asyls. Eine Integrationsgeschichte, die das Fremde Schritt für Schritt überwindet, das scheinbar Bedrohliche vertraut macht und den anderen einen Platz in der eigenen Gesellschaft einräumt. Erzählend entsteht der Entwurf eines verständnisvollen Miteinanders, einer versöhnlichen Welt, in der das Du als hilfsbedürftiger Mitmensch seine Fremdheit verliert und aus dem kleinen Kobold ein liebenswürdiger Junge wird. Ein modernes Märchen mit der Aufforderung an den Leser, es in seiner Welt Wirklichkeit werden zu lassen. Auf jeden Fall ein ebenso engagierter wie sympathischer Beitrag zur Lösung eines schwelenden Konflikts, ein gelungener literarischer Versuch, Unterhaltung und gesellschaftliche Verantwortung zu verbinden.” Winfried Freund

 

Bernhard Hollenbeck: ZeitenWende - WendeZeiten

Erinnerungen aus Kindheit und Jugend
Mit einem Vorwort von Arno Klönne
ISBN 978-3-89979-056-6;   14,- Euro

“Besondere Erlebnisse prägen vor allem die Kindheit und Jugend. Viele Ereignisse sind den Betroffenen noch im vorgerückten Alter in allen Einzelheiten lebendig. Der Verlauf des Zweiten Weltkrieges, der Zusammenbruch, die Zeit der Besatzung und die folgenden schweren Aufbaujahre sind auch an Bernhard Hollenbeck nicht spurlos vorübergegangen. Seine unter dem Titel "ZeitenWende – WendeZeiten" gesammelten Erinnerungen sind ein gutes Stück lebendiger Biografie. Es ist erstaunlich, wie viele Mosaikstücke ihm im Gedächtnis präsent sind und ein wirklichkeitsgetreues Bild ergeben. Die kleine behütete Welt einer Kleinstadt gerät mit dem Luftkampf über Deutschland und dem Vorrücken der Alliierten plötzlich in den Wirbel des Untergangs des Dritten Reiches. Dessen Auswirkungen sind allerdings schon vorher deutlich spürbar: Die Requien für die gefallenen "Helden", die zunehmende Zahl der Evakuierten, zu denen sich später noch die Flüchtlinge gesellen, die ersten gezielten Sprengbomben auf den Bahnhof mit einer hohen Anzahl Toter trüben das Bild vom glorreichen Endsieg und stellen die Umzüge und Paraden der Parteibonzen und ihrer Kader in schneidiger Uniform und strammer Haltung zunehmend als Maskerade des Untergangs dar. Bei allem Leid, das der Krieg mit Entbehrung und Tod über die Familien bringt, und der von Partei und Regierung geforderten "Feindhaltung" gegenüber Gefangenen und Fremdarbeitern entbehrt das Zusammenleben jedoch nicht mitmenschlicher Züge. Der jugendliche Bernhard Hollenbeck erinnert sich in bemerkenswerter Weise vieler Details jener Tage in seinem familiären und städtischen Umfeld: Die Nachricht vom Tod des Vaters, die Zusammenstellung des letzten Aufgebots, um den nahenden Amerikanern Widerstand entgegenzusetzen, der Einzug der Alliierten mit den scheuen Sympathisierungs- und Annäherungsversuchen, der Neuanfang mit Entnazifizierung und "Holzklau", das Mühen um die Verbesserung der Ernährungslage, aber auch jugendliche "Bandenkriege" zwischen den Stadtteilen – es gibt viele überaus spannend beschriebene Erlebnissen, die er aus eigenem Miterleben oder aus der Position des präzisen Beobachters schildert. So ist aus dem Gedächtnis und der Rückbesinnung ein Buch entstanden, das sich durch eine spannende Darstellung der Ereignisse auszeichnet und ein Stück Geschichte unseres Landes aus eigener Anschauung und nicht durch einen wissenschaftlichen Kathedervortrag lebendig werden lässt.” (Hermann Multhaupt)

Bernhard Hollenbeck
wurde 1936 in Geseke geboren. Nach Besuch des Progymnasiums „Antonianum“ absolvierte er eine landwirtschaftliche Lehre, arbeitete anschließend 11 Jahre in der chemischen Industrie im Ruhrgebiet.
Nach Studium des Arbeits- und Sozialrechts übernahm er 1971 die Leitung der DGB Rechtstelle des Kreises Paderborn-Höxter, wurde 18 Monate später zum Vorsitzenden des DGB Kreises gewählt, ein Amt, das er bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1995 bekleidete.
Politisch engagierte er sich in der Sozialdemokratischen Partei (SPD), wurde 1975 in den Kreistag Paderborn gewählt. In der Zeit von 1984 bis 1999 war er stellvertretender Landrat.
In mehr als 20 Jahren war Bernhard Hollenbeck auch als Haflinger Züchter außerordentlich erfolgreich. Seiner Zucht entstammen mehrere gekörte Hengste, davon der 1. NRW Siegerhengst „Aachen“, sechs Staatsprämienstuten sowie eine Reihe Verbandsprämienstuten.
Seit dem Jahre 2001 schreibt er Prosa wie auch Lyrik, veröffentlicht regelmäßig in der Heimatzeitschrift „die Warte“, div. Anthologien – und ist Mitarbeiter der Literaturwerkstatt im Medienzentrum Paderborn.
 

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