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Buchpreise

Neu:

Was kostet ein Buch und wer bekommt was?
Eine Transparentmachung des Preises aus einer Zeit, als noch in DM bezahlt wurde ...
 

Um einmal die Preise für Bücher transparent zu machen, hier eine Beispielkalkulation für das Buch "Die Mission der Kunst" von Rudolf Eppelsheimer. 104 Seiten, broschiert, Auflagenhöhe 300 Exemplare, Verkaufspreis 24,- DM
Dieses Beispiel gilt natürlich auch nur für den Verlag Ch. Möllmann.

Der Autor bekommt 10% vom Verkaufspreis als Autorenhonorar.
Er hat eine lange Zeit damit verbracht, den Inhalt des Buches zu schreiben. Mühen und Kosten hat er nicht gescheut, um seine Ideen in eine lesbare Form zu bringen. Das Honorar hat eher symbolischen Charakter.

Der Händler bekommt 30% Rabatt auf den Verkaufpreis.
Er hält viele Bücher auf eigene Kosten und eigenes Risiko vorrätig für den Kunden. Er kennt viele Bücher durch Lesen und kann Auskunft erteilen bei Fragen. Er hält seinen Laden täglich offen und sorgt für eine freundliche Atmosphäre, die zum Stöbern, Lesen, Neuentdecken einlädt. Miete, Sachkosten und seinen eigenen Lebensunterhalt bezahlt er von den 7,20 DM, die ihm von diesem Buch bleiben. Der Buchhändler ist einer der fähigsten Mitarbeiter eines Verlages. Von seinem Geschick hängt auch die Zukunft des Verlages ab. Und von seinen Fähigkeiten hat auch der Kunde seinen Gewinn.

Die Produktion des Buches kostet 7,20 DM, also rund 30% des Endpreises.
Das Buch wird von einer Druckerei oder aber auch im Verlag selbst gedruckt. Hier fallen alle technischen und handwerklichen Tätigkeiten an, die es braucht, um die Buchstaben auf das Papier zu bringen. Eine andere Druckerei druckt den farbigen Umschlag. Beide Teile werden dann in die Binderei geliefert, wo die Endfertigung passiert. Der vierfarbige Umschlag kostet rund 2,20 DM, der Inhalt kostet 3,50 DM. Das Einbinden der Seiten in den Umschlag und das Beschneiden des fertigen Buches kostet rund 1,50 DM. (Kosten natürlich stark auflagenabhängig). Alle Mitwirkenden an der Produktion bezahlen von diesen Geldern ihre Sachkosten und auch ihren Lebensunterhalt.

Der Verlag bekommt 30% vom Verkaufspreis.
Der Verlag hat das Manuskript in eine druckreife Form gebracht. Der Satz wurde erstellt, Fehler berichtigt, die Satzfahnen wurden mehrmals zum Autoren geschickt zur Kontrolle und Verbesserung. Eine Kalkulation des Preise auf der Basis dieser Aufstellung wurde ebenso gemacht wie die Festlegung der Auflagenhöhe. Die ganze Arbeit konnte nur geleistet werden, weil andere Bücher verkauft wurden, denn dieses Buch hat ja bis zum Verkauf des ersten Exemplares noch nichts eingebracht! Von den Einnahmen bezahlt der Verlag seine Sachkosten, seine Werbung (10%, also 2,40) und seinen Lebensunterhalt. Das versetzt ihn in die Lage, weitere Bücher fertigzustellen.

 

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